„Jede siebte Frau ist betroffen: Brustkrebs ist näher, als wir denken. Bitte, zögere nicht! Deine Vorsorge rettet Leben“.
Dies ist mein (Karin) ganz persönlicher Brustkrebs Erfahrungsbericht, der am Ende doch von einem Neuanfang handelt. Als ich die Diagnose erhielt, fühlte sich alles nach einem Ende an – doch heute weiß ich, dass es der steinige Weg zurück zu mir selbst und zu unserer neuen Freiheit im Kastenwagen war.

Vernarbt und Stark: Die neue Freiheit nach der KrebsDiagnose
Da war sie, an diesem sengend heißen Sommertag Ende August 2022. Die Diagnose: Brustkrebs.
Man steht bei seiner Gynäkologin. Sie erklärt mit ruhiger Stimme das Ergebnis aus der Radiologie, aber die Worte verwandeln sich zu dumpfem Rauschen: „Triple Negativ. Invasiv.“ Ein bösartiger Drecksack, denkst du und diesen Namen wird der Tumor behalten. Du stehst neben dir selbst, betrachtest die Szene von außen. Bin ich im falschen Film?
Der Schock macht Platz für das kalte, mechanische Funktionieren, irgendwo abseits vom Ich. Ein Termin wird gemacht, um den Port zu legen – jener unscheinbare Venenzugang an der Schulter, der Teil deines Körpers für die bevorstehende Chemotherapie sein wird. Widerstandslos, fast roboterhaft, begibst du dich in die Hände der Mediziner. Die eigene Kontrolle ist für diesen Moment abgegeben.
Die Chemotherapie war eine Zerreißprobe. Nicht nur für mich, sondern für alle. Die Familie, allen voran Ingo, litt mit und versuchte, mir Stütze und Lichtblick zugleich zu sein. Belastende Nebenwirkungen und die lähmende Ungewissheit über den Ausgang der Krankheit wurden zur täglichen emotionalen Herausforderung.
Im März 2023 dann der Abbruch. Das Immunsystem war zu schwach. Doch inmitten der Schwäche ein Triumph: Der Tumor hatte sich quasi aufgelöst! Die Operation konnte erfolgen.
Die befallene rechte Brust wurde entfernt und durch einen Expander, ein vorläufiges Implantat, ersetzt. Was dann folgte, war ein sechswöchiges Martyrium: Mein Körper stieß den Expander ab. Wundwasser, schmerzhafte Punktierungen und die ständige Plage machten eine drastische Entscheidung notwendig: Aufgrund des hohen Risikos entschloss ich mich zur doppelten Mastektomie – der Entfernung beider Brüste.
Es folgten die Reha und die Antikörpertherapie mit Pembrolizumab, die zwar fulminant gegen den Krebs anschlug, aber mit neuen krassen Nebenwirkungen forderte. Die Leber rebellierte im Februar 2024 in Form einer Gelbsucht, die Kortison-Therapie hinterließ Spuren auf der Waage. Und als wäre das nicht genug, manifestierte sich vermutlich als Folge der Behandlungen im Frühling 2025 die rheumatische Psoriasis-Arthritis.
STOPP!
„Hallo! Ich habe keine Lust mehr auf Krankheiten, sondern will endlich leben!“
Laut den Ärzten ist der Krebs unter Kontrolle. All die anderen Baustellen – wie Teilprothesen für die Knie – sind im Vergleich dazu nur noch kleine Wehwehchen.
Verdammt! Es wird höchste Zeit, unseren großen Traum vom Reisen endlich in die Tat umzusetzen. Ein Kastenwagen, Wohnmobil, Van oder Camper – sie symbolisieren die Freiheit, die wir uns erkämpft haben.

Kurzes Gesundheits-Update: Der Krebs hat verloren, die Ärztin gibt grünes Licht! Passend dazu starten wir Ende Mai 2025 unsere ganz persönliche ‚Flucht‘ ins Leben – und zwar mit unserem neuen Kastenwagen „Kätter“.
Wir tauschen Schreibtisch gegen Steuerrad, zumindest nach Feierabend. Warum unsere Reisen grundsätzlich immer etwas verrückt verlaufen und das Chaos uns meistens schon am ersten Rastplatz auflauert, wissen wir selbst nicht – aber genau diese ungeplanten und in der Regel sehr lustigen Highlights findet ihr jetzt auf Vanroadtrips.
Die Zukunft beginnt jetzt, und sie hat verdammt gute Reifen!
„Wenn dir das Leben eine zweite Chance schenkt? Nutze sie, um die Welt zu entdecken, die du noch nicht gesehen hast.“ – Karin



