Flucht aus dem Alltag: Zwischen Weinberg-Idylle und Häkel-Glück
Freitagabend, die Hitze flimmert über dem Asphalt, und wir? Wir sitzen schon im „Kätter“! Dank unserer taktischen Vorbereitung am Donnerstag – quasi das „Pre-Gaming“ des Packens – hieß es für uns: Motor an und weg.
Das Kaffeefilter-Upgrade (oder: Ende der Sauerei)
Unser Weg führte uns direkt ins Badische. Erster Pflichtstopp: Fritz Berger in Freiburg. Warum? Weil wir eine Mission hatten. Unser Ziel war der klappbare Wasserkocher von Outwell und – ganz wichtig – der passende Kaffeefilter.
Wer schon mal versucht hat, einen wackeligen Filter auf einer 30 Jahre alten Thermoskanne zu balancieren, während der Van leicht schief steht, weiß: Das ist Extremsport. Jetzt sitzt das Ding bombenfest. Die Ära der umgekippten Kaffeefilter ist offiziell beendet!
Logenplatz im Weinberg
Weiter ging es zum Kaiserstuhl. In Kenzingen fanden wir ein Plätzchen, das man eigentlich gar nicht laut verraten darf: Mitten im Weinberg, mit einem 360-Grad-Panorama-Kino.
- Links: Der Schwarzwald und der Breisgau.
- Rechts: Der Kaiserstuhl und die Vogesen.
- Highlight: Die Burg Lichteneck direkt in Sichtweite.
Dank eines überdachten Sitzplatzes und unserem improvisierten Sonnenschutz aus einem Hamam-Tuch hielten wir es bei der Hitze bestens aus. Die goldene Stunde tauchte die Reben in ein Licht, das selbst jeden Instagram-Filter alt aussehen lässt.





Schuttern: Abkühlung und die „Häkelmaus“
Am Samstag zog es uns weiter nach Schuttern. Der Plan: Ingos Kollegen in ihrer „Sommerresidenz“ besuchen. Bei den Temperaturen war der See dort nicht nur ein nettes Extra, sondern überlebenswichtig. Einmal kräftig durchatmen und abtauchen! Frisch geduscht (großes Lob an die sauberen Sanitäranlagen!) ging es in die gesellige Runde.

Wir machten noch eine ganz besondere Bekanntschaft: Kerstin, die ‚Häkelmaus‘. Sie ist eine Camperin mit Leib und Seele, die die Häkelnadel schneller schwingt, als wir unseren Kaffeefilter aufsetzen können!
Das ganze Jahr über ist Kerstin fleißig und häkelt Mützen, Schuhe und alles, was praktisch und bequem ist. Normalerweise findet man ihre handgemachten Schätze auf dem Weihnachtsmarkt, wo sie ihre Werke verkauft. Umso mehr habe ich mich gefreut, schon jetzt im Sommer ein Paar ihrer begehrten ‚Gammelo’s‘ für kalte Zeiten in der Kätter zu ergattern!
Kerstin findet Ihr auf Instagram unter handmade_bykerstinb
Ein Abend voller Lachen, netter Gespräche und neuer Bekanntschaften rundete diesen Kurztrip perfekt ab. So muss sich Wochenende anfühlen!
Es sind genau diese Begegnungen wie mit den tollen Menschen in Schuttern, die das Campen so besonders machen. Man fährt wegen der Natur los und kommt mit tollen Geschichten und warmen Füßen zurück. Ein großes Dankeschön auch an Ingos Kollegen für die Gastfreundschaft – wir kommen gerne wieder!
Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr auf euren Touren auch schon so tolle Bekanntschaften gemacht oder ein besonderes Souvenir ergattert? Ich freue mich sehr über eure Geschichten in den Kommentaren!


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