Bùth Chàrlabhaigh: Authentisches Shopping beim Isle of Lewis Roadtrip
Unser Isle of Lewis Roadtrip führte uns an diesem Tag tief in den Norden, wo wir nicht nur kulinarische Schätze fanden, sondern auch einen ganz besonderen Küstenbewohner trafen. Nach so viel Kultur knurrte uns aber der Magen, und unser Vorratsproblem war immer noch so präsent wie der schottische Wind. Unser „Routenspezialist“ Ingo spürte jedoch einen charmanten Laden auf, der von der Dorfgemeinschaft mit viel Herzblut betrieben wird: den Bùth Chàrlabhaigh.
Besonders spannend: Der Laden befindet sich im Old School Building, der ehemaligen Schule von Carloway. Hier schließt sich ein wunderbarer Kreis: Wo früher die Kinder von Na Gearrannan büffelten, wanderten bei uns Proviant und Souvenirs über den Tresen. Am Ende war der Einkauf jeden Penny wert! Dank der Empfehlung einer weisen alten Dame landete ein kräftiger Schwarztee im Korb, dazu gesellten sich lokaler Käse, frisches Gemüse, Gummi-Toastbrot und das obligatorische Überlebens-Dosenbier für den Feierabend.

Neben den kulinarischen Schätzen konnte ich an einem hübschen Stirnband mit Flechtmuster nicht vorbeigehen. Mein persönliches Highlight war jedoch eine bunte Glasplatte, die heute an einem Fenster zu Hause Lichtreflexionen hübsche in den Raum wirft. Dass ich der Künstlerin vor Ort sogar noch persönlich „Hallo“ sagen konnte, machte den Fund perfekt.
Neben den kulinarischen Schätzen konnte ich an einem hübschen Stirnband mit Flechtmuster nicht vorbeigehen. Mein persönliches Highlight war jedoch eine bunte Glasplatte, die heute an einem Fenster zu Hause Lichtreflexionen hübsche in den Raum wirft. Dass ich der Künstlerin vor Ort sogar noch persönlich „Hallo“ sagen konnte, machte den Fund perfekt.
Shawbost: Zwischen Süßwasser und Salzwasser
Unser Weg führte uns weiter nach Shawbost. Dort gibt es ein faszinierendes Naturschauspiel: Eine schmale Landbrücke trennt den rauen Atlantik vom stillen Loch a’ Bhaile. Auf der einen Seite peitschen die Wellen gegen den Sandstrand von Dail Beag, auf der anderen wiegt sich das Schilf am grasbewachsenen Seeufer.

Leider war unser Aufenthalt kürzer als geplant, da Ingo ein widerspenstiges Sandkorn ins Auge geweht bekam – das harte Schicksal eines Entdeckers! Doch wir hatten ein größeres Ziel vor Augen: Wir wollten endlich die heimlichen Stars der Insel finden.
Wildlife-Highlight: Seehunde beobachten in Schottland
Der Tipp eines Schotten führte uns ganz in den Norden der Isle of Lewis nach Eoropaidh. Dort fanden wir einen traumhaften (geraden und kostenlosen!) Stellplatz direkt auf den Klippen. Unser Nachbar Neil, ein tiefenentspannter Engländer in seinem Kangoo-Camper, erzählte uns begeistert von seinen Delfin-Sichtungen. Wir zückten die Ferngläser und tatsächlich: In der Bucht unter uns plantschte ein kleiner Seehund!
Hier sind sechs spannende Fakten über die putzigen Bewohner der Region:
- Die Gewässer rund um Lewis sind die Heimat von Kegelrobben und den etwas kleineren Seehunden.
- Besonders der Norden der Insel bietet mit seinen abgelegenen Buchten ideale Ruheplätze für die Tiere.
- Man erkennt Seehunde oft an ihrem charakteristischen „V-förmigen“ Nasenloch, wenn sie neugierig aus dem Wasser gucken.
- Oft liegen sie bei Ebbe auf den Felsen, um sich in der (seltenen) schottischen Sonne aufzuwärmen.
- Die Region ist bekannt dafür, dass man hier mit etwas Geduld auch Schweinswale oder eben Delfine beobachten kann.
- Wir beobachteten unser „Kerlchen“ (oder Mädchen?) sogar noch gemütlich aus dem Camper heraus, bis das letzte Licht des Tages schwand.




Pancakes, Karten und Klippenrauschen
Nach diesem Erfolgserlebnis gab es ein wahres Festmahl: herzhafte Pancakes mit Rindswürstchen und dem restlichen Rettich – eine wilde, aber köstliche Kombination! Den Abend ließen wir bei einer Runde Skyjo ausklingen, während draußen der Atlantik sein Abendkonzert gab. Das rhythmische Brechen der Wellen an den Klippen war die perfekte Einschlafmusik für zwei erschöpfte, aber zufriedene Abenteurer.
Mein Fazit: Natur pur und lokale Schätze
Der Tag hat uns gezeigt, dass es oft die ungeplanten Momente sind – wie der Plausch mit der Glaskünstlerin oder das geduldige Beobachten einer einzelnen Robbe –, die eine Reise unvergesslich machen. Lewis hat uns an diesem 22. September wirklich alles geboten.
Habt ihr auch schon mal Tiere in freier Wildbahn beobachtet und dabei völlig die Zeit vergessen? Und was war euer kuriosester Kauf in einem Dorfladen? Schreibt es mir unbedingt in die Kommentare!


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