Der perfekte Start in den Tag
Nach einer herrlich ruhigen Nacht in unserem Kastenwagen „Kätter“ hätte der Morgen nicht besser beginnen können. Ein herzhaftes Frühstück mit warmem Porridge und frischen Nektarinen lieferte uns die nötige Energie für unsere heutige Expedition. Dann hieß es „Leinen los“ – auch wenn die Fahrt diesmal denkbar kurz war. Nur sechs Meilen trennten unseren Übernachtungsplatz von unserem Ziel: dem Highland Titles Nature Reserve in Appin.

Lord & Lady: Naturschutz mit Titel
Es ist ein Projekt, das Ingo und ich (Karin) von Herzen gerne unterstützen. Das Konzept hinter Highland Titles ist ebenso charmant wie effektiv: Durch den Verkauf symbolischer Kleinstgrundstücke wird Kapital gesammelt, um ehemals forstwirtschaftlich genutzte Flächen in ein blühendes Naturparadies zurückzuverwandeln.
Mit dem Erwerb eines „Quadratfußes“ unterstützt man direkt die Aufforstung und den Schutz der schottischen Flora und Fauna. Als Dankeschön darf man sich höchstoffiziell „Laird“, „Lord“ oder „Lady of Glencoe“ nennen. Ein Titel, der zwar keine politischen Privilegien bringt, aber im Freundeskreis definitiv für heiteren Gesprächsstoff sorgt!



Das Besondere: Das Land bleibt rechtlich Eigentum einer gemeinnützigen Stiftung. Dadurch ist es für alle Ewigkeit vor Bebauung oder kommerzieller Ausbeutung geschützt. Man investiert hier nicht in Immobilien, sondern in das Erbe der schottischen Wildnis. Unser kleines „Kuchenstück“ ist nun Teil eines riesigen Puzzles aus Tausenden Unterstützern weltweit. Es ist Naturschutz mit einer Prise schottischer Tradition und viel Humor.
Auf der Suche nach den eigenen Koordinaten
Für uns ‚Adlige‘ – Lord Ingo und Lady Karin of Glencoe – wurde es nun höchste Zeit, unsere Ländereien endlich persönlich in Augenschein zu nehmen. Im urigen Besucherzentrum, einem charmant ausgebauten Bauwagen, wurden wir herzlich empfangen. Die überaus freundliche Mitarbeiterin suchte uns direkt die genauen Koordinaten unserer Grundstücke heraus und überreichte uns als Krönung des Ganzen einen exklusiven Pin zur Erinnerung.



Voller Tatendrang starteten wir unsere Exkursion in Richtung der dazugehörigen Seen. Leider machte mir mein Knie trotz Nordic-Walking-Stöcken einen Strich durch die Rechnung und begann wieder „herumzuzicken“, sodass wir schweren Herzens vorzeitig umkehren mussten. Dennoch war der Eindruck bleibend: Das Gelände befindet sich mitten in der Entwicklung, und es ist faszinierend zu sehen, wie die Natur sich den Raum zurückholt.
Neben Wildkatzen, Highland Cattles und etlichen Vogelarten trafen wir auch auf zwei äußerst drollige schwarze Hausschweine. Ein weiteres Highlight: Das Reservat beherbergt sogar das weltgrößte Insektenhotel, das es bis ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hat!









P.S.: Unsere herrschaftlichen Nachbarn, die beiden schwarzen Hausschweine, waren leider nicht für ein offizielles Adels-Porträt zu haben – sie waren zu beschäftigt mit dem herrschaftlichen Buffet im Schlamm!“
Unser Fazit zu Highland Titles
Auch wenn mein Knie ein neues Ersatzteil gebrauchen könnte – der Besuch war ein voller Erfolg. Es ist ein großartiges Gefühl zu sehen, dass Naturschutz Freude bereiten kann und unser kleiner Beitrag hilft, die schottische Wildnis zu bewahren. Wir sind gespannt, wie sich „unser“ Land in den nächsten Jahren entwickeln wird.
Wer Lust hat, dieses Projekt ebenfalls zu unterstützen, findet hier alle Infos:
Was denkt ihr? Wärt ihr auch gerne „Lord“ oder „Lady“ auf dem Papier, oder zählt für euch nur das reine Naturerlebnis? Schreibt mir eure Meinung oder eure eigenen Erfahrungen mit solchen Projekten gerne unten in die Kommentare – ich freue mich auf den Austausch mit euch!
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