Die Skye Bridge: Das elegante Tor zur Insel

Nachmittags war es endlich so weit: Wir überquerten nach dem Besuch bei Eilean Donan Castle die beeindruckende Skye Bridge. Diese 1995 eröffnete Bogenbrücke ersetzte die jahrhundertealte Fährverbindung zwischen dem Festland bei Kyle of Lochalsh und Kyleakin auf Skye.

Hintergrund-Check: Wusstest du, dass die rund 500 Meter lange Brücke anfangs die teuerste mautpflichtige Straße Europas war? Nach massiven Bürgerprotesten wurden die Gebühren 2004 abgeschafft. Heute genießen Reisende mautfrei den atemberaubenden Rundblick auf die Cuillin-Berge und die Insel Raasay.

Vanroadtrip: Mit bester Laune über die Skye Bridge – das Abenteuer auf den Hebriden beginnt!


Naturspektakel bei Sconser

Kurz hinter der Brücke zieht Skye alle Register. In der Region um Sconser zeigt sich die Wildheit der Insel:us der Region um Sconser zeigen.


Schlemmerpause & Bordercollie-Sicherheitsdienst

Auf Skye angekommen, gönnten wir uns bei Scullamus erst einmal ein schnelles Gericht aus der Bordküche – inklusive Nachtisch! Frisch gestärkt und nach dem mindestens vierten Regenbogen des Tages füllten wir in Broadford im Discounter unsere Vorräte für eine Woche auf – sicher ist sicher, falls es auf den Hebriden einsamer wird!

Ein Highlight für die Lachmuskeln: Im Nachbar-Wohnmobil thronten zwei Bordercollies stolz auf den Vordersitzen. Unser Wuff war konnte den professionellen Sicherheitsdienst nebenan nicht fassen!

Eine niedliche Comic-Illustration eines goldenen Welpen. Er trägt eine blau-weiß gestreifte Mütze mit Wikingerhörnern und zwei lange, orangefarbene Zöpfe. Der Welpe hält sich schüchtern oder lachend eine Pfote vors Gesicht.
Zwei schwarz-weiße Border Collies sitzen aufmerksam auf dem Beifahrersitz eines modernen, grauen Campers. Der Blick geht durch das Seitenfenster nach draußen. Einer der Hunde trägt ein neongelbes Geschirr. Die Szene wirkt ruhig und bereit für die Weiterfahrt.
Die besten Beifahrer der Welt: Bereit für das nächste Abenteuer, solange die Aussicht stimmt und das Rudel zusammenbleibt.

Mythen, Brücken und bunte Häuser

Weiter ging es Richtung Norden zur alten Sligachan Bridge. Die wunderschöne Steinbrücke mit ihren drei markanten Bögen wurde Anfang des 19. Jahrhunderts erbaut und ist heute eines der beliebtesten Fotomotive auf Skye. Sie überspannt den Fluss Sligachan direkt am Fuße der gewaltigen Black Cuillin Berge.

Einer Legende nach schenkt das Wasser des Flusses jedem ewige Schönheit, der sein Gesicht für sieben Sekunden darin eintaucht – ein Angebot, das viele Touristen gerne annehmen. Die Brücke markiert zudem einen wichtigen Kreuzungspunkt alter Viehtriebwege und Wanderpfade. Heute ist sie ein lebhafter Stopp für Reisende aus aller Welt, die hier die raue Natur und die klare Bergluft genießen.


Pioniere der Cuillins: Das Denkmal von Collie und MacKenzie

Direkt neben der Brücke steht eine beeindruckende Bronzestatue. Wächter der Berge erinnern an die Bergsteiger-Pioniere Norman Collie und John MacKenzie. Die Statue wurde erst 2020 eingeweiht und ist ein beliebter Stopp, um die Geschichte des Alpinismus in Schottland zu würdigen, bevor man selbst Richtung Berge wandert.


„Dauercamper“ neben dem Restaurant

Interessant war der Kontrast direkt daneben: Viele Mitarbeiter des benachbarten Restaurants leben dort in Wohnwagen – ein ganz anderer Blick auf das Leben auf Rädern als unser Kastenwagen-Abenteuer.

Vier ältere, weiße Wohnwagen stehen nebeneinander auf einem grauen Schotterplatz vor einer grünen Böschung unter einem trüben, grauen Himmel.

Portree, das charmante Herz der Insel.

Schließlich kamen wir in die bunte Hauptstadt von Skye. Mit rund 2.300 Einwohnern ist Portree der größte Ort der Insel und bildet deren kulturelles und wirtschaftliches Zentrum. Der Name leitet sich vom gälischen „Port Rìgh“ ab, was so viel wie „Hafen des Königs“ bedeutet, vermutlich zu Ehren eines Besuchs von König James V. im Jahr 1540. Die Menschen hier leben heute überwiegend vom Tourismus, dem Fischfang und dem Kunsthandwerk. Bekannt ist der Ort vor allem für seine malerische Hafenfront mit den ikonischen, bunt gestrichenen Häusern, die ein beliebtes Fotomotiv darstellen. Portree dient als idealer Ausgangspunkt für Touren in den Norden zum Old Man of Storr oder zur Trotternish-Halbinsel.

In den schmalen Gassen finden sich zahlreiche Pubs, Seafood-Restaurants und kleine Läden. Besonders sympathisch fanden wir die gälischen Beschilderungen, die hier überall präsent sind und der Stadt einen ganz eigenen Charakter verleihen. Ich wurde in einem Second-Hand-Laden fündig und ergatterte zwei original Pint-Gläser – ein perfektes Souvenir!


Vorbereitung auf das nächste Abenteuer

Zum Abschluss des Tages steuerten wir Uig an. Der Stellplatz dort ist ideal: Er bietet einfache aber saubere Duschen an. Zwar hat unsere Kätter eine Dusche, aber wer das Vanlife kennt, weiß: Eine Dusche außerhalb bedeutet weniger Luftfeuchtigkeit im Wagen und kein mühsames Trockenwischen der Kabine!

Vom Hafenbecken bis zum Pub: Maritime Genussmomente und das bunte Leben auf der Isle of Skye.Nach einem gemütlichen Guinness im Hafen-Pub von Uig fielen wir müde in die Betten.

Nahaufnahme eines halb ausgetrunkenen Glases Guinness mit cremigem Schaum auf einem dunklen Tresen in einem Pub in Uig; im unscharfen Hintergrund sind die Bar-Armaturen und ein weiteres Glas zu erkennen.

Ausblick: Morgen wird es ernst – die Fähre wartet! Doch vorher besuchen wir einen Ort wie aus dem Märchenbuch: Das Fairy Glen, wo grüne Kegelhügel und Naturgeister auf uns warten… Seid gespannt!


Fazit: Ein Tag voller Kontraste

Der Weg von der Skye Bridge bis nach Uig hat uns mal wieder gezeigt, warum Skye diese fast magische Anziehungskraft besitzt. Es ist die Mischung aus den großen Legenden – wie dem Versprechen ewiger Schönheit an der Sligachan Bridge – und den kleinen, echten Momenten, wie den Bordercollie-„Wächtern“ im Nachbarmobil oder dem Fund der perfekten Pint-Gläser in Portree. Skye fordert einen mit seinem Wetter heraus, belohnt einen aber im Minutentakt mit Regenbögen und Panoramen, die man so schnell nicht vergisst. Wir fühlen uns bereit für die Hebriden!

Ab in die Kommentare mit euch!

Wir lieben den Austausch mit euch! Schreibt uns eure Gedanken unter diesen Beitrag:

  • Ewige Schönheit: Hand aufs Herz – hättet ihr euer Gesicht für sieben Sekunden in das eiskalte Wasser des Sligachan River getaucht oder ist euch das warme Wasser im Van lieber?
  • Lieblingsort auf Skye: Wart ihr schon einmal in Portree? Welches der bunten Häuser am Hafen ist euer Favorit oder habt ihr einen Geheimtipp für einen Pub?
  • Vanlife-Check: Duschen im eigenen Van oder lieber die sanitären Anlagen am Stellplatz nutzen, um die Feuchtigkeit draußen zu lassen? Wie handhabt ihr das auf euren Reisen?

Wir freuen uns auf eure Geschichten und Tipps in den Kommentaren!


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