Weg mit Schmatz-Garantie: Unser Weg zur steifbeinigen Krone von Callanish III

Unsere Reise führte uns an diesem 21.09.2025 weiter zu den Standing Stones von Callanish III – ein Ort, der schon von Weitem wie eine steinerne Krone auf seinem Hügel thront. Doch der Weg dorthin war eine kleine Prüfung für unsere Lachmuskeln und die Wasserdichtigkeit unserer Schuhe: Wir stapften durch tiefes, feuchtes Moor, das bei jedem Schritt bergauf ein herrlich matschiges „Schmatzen“ von sich gab. Begleitet wurden wir dabei von einer neugierigen Schafherde, die uns flankierte und das typisch schottische Bild perfekt machte.

Aber hey, als wir die Monolithen schließlich erreichten, trauten wir unseren Augen kaum. Mitten im Zentrum des Steinkreises hatten es sich zottelige Highland Cattles gemütlich gemacht, die seelenruhig das saftige Gras zwischen den Megalithen knabberten und sich wohlig an den uralten Giganten aus Stein rieben.


Isle of Lewis: Wo Geschichte auf Hörner trifft

Dieser Steinkreis, der auch den klangvollen Namen Cnoc Fillibhir Bheag trägt, besteht aus zwei konzentrischen Ringen, die eine fast magische Energie ausstrahlen. Die Steine sind zwar etwas zierlicher als beim großen Bruder Callanish I, wirken aber durch ihre Lage auf dem Hügelkamm unglaublich imposant. Besonders faszinierend finde ich den Gedanken, dass diese Steine seit über 5000 Jahren Wind und Wetter trotzen – und heute schlichtweg als Luxus-Kratzbäume dienen.

Kulturdenkmal als Kratzbaum: Ein neugieriges Highland Cattle erkundet die Callanish Standing Stones auf der Isle of Lewis.

Wir beobachteten völlig gebannt, wie zwei der Bullen plötzlich begannen, ihre Kräfte zu messen und einen Moment lang mit den massiven Hörnern lautstark aufeinander losgingen. Das dumpfe Knallen der Hörner zwischen den uralten Zeitzeugen ließ uns ehrfürchtig den Atem anhalten. Entsprechend vorsichtig suchten wir uns einen sicheren Platz für die Kamera, um dieses urzeitliche Spektakel festzuhalten. In diesem Moment wurde mir klar, dass die Geschichte hier nicht im Museum stattfindet, sondern lebendiger ist als irgendwo sonst.

Frontalaufnahme eines hellbeigen schottischen Hochlandrindes mit langen Hörnern, das direkt in die Kamera blickt. Das Tier steht neben einem großen, bemoosten Steinblock. Über dem Rind wölbt sich ein zarter Regenbogen vor einem dramatischen, graublauen Wolkenhimmel.

Und als hätte die Natur noch nicht genug Show geliefert, spannte sich im Hintergrund plötzlich ein leuchtender Regenbogen über den Himmel. Die Sonne kam hervor, tauchte die Szenerie in ein goldenes Licht und ich wusste: Diese Fotos werden leuchten! Diese Idylle war so unfassbar, dass ich mich fragte: Kann man so ein Erlebnis eigentlich noch toppen?

Nur zwei Hügel weiter erspähten wir bereits Callanish II, eine Formation aus drei Monolithen. Wir hielten kurz inne, um sie aus der Ferne zu fotografieren, denn unsere Vorfreude stieg: Noch ein gutes Stück weiter wartet schließlich das Herzstück der Insel auf uns – der Haupt-Steinkreis von Callanish.


Mein Fazit: Ein Tag zwischen den Welten

Die Standing Stones von Callanish sind weit mehr als nur Relikte in der Landschaft. Es ist diese seltene Mischung aus rauer Natur, dem unberechenbaren schottischen Wetter und der tiefen, fast spürbaren Geschichte, die diesen Ort so besonders macht. Dass wir Callanish III zusammen mit den Highland Cattles erleben durften, hat dem Moment eine Wildheit und gleichzeitig eine tiefe Ruhe verliehen, die kein Reiseführer der Welt planen kann. Schottland zeigt sich hier von seiner ehrlichsten und schönsten Seite: ungeschminkt, mystisch und absolut beeindruckend.

Was denkt ihr? Hättet ihr diesen Moment auch einfach nur still genossen, oder hättet ihr vor lauter Begeisterung die Kamera gar nicht mehr weglegen können? Und welcher der Callanish-Kreise ist eigentlich euer persönlicher Favorit?

Wir freuen uns riesig auf eure Kommentare und Erfahrungen unter diesem Beitrag!


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