Ein Spaziergang durch die Geschichte: Zwischenstopp in Pegau

Nachdem wir die A6 und A9 hinter uns gelassen hatten, führte uns unser Weg nach Pegau, wo wir ein idyllisches Plätzchen direkt an der Weißen Elster fanden. Dass dieser Ort mehr ist als nur ein ruhiger Übernachtungspunkt, merkt man sofort beim Schlendern durch die Gassen. Pegau blickt auf eine fast 1000-jährige Geschichte zurück und war einst ein bedeutendes geistliches Zentrum: Das im Jahr 1091 von Graf Wiprecht von Groitzsch gegründete Benediktinerkloster St. Jakob galt lange Zeit als eines der wichtigsten Klöster im Osten des Reiches.

Wusstet ihr eigentlich, dass die Weiße Elster gar nichts mit Vögeln zu tun hat? Der Name bedeutet schlicht ‚die Eilende‘. Auch wenn sie bei Pegau ganz friedlich vor sich hin plätscherte, hat sie einen weiten Weg hinter sich – von ihrer Quelle in Tschechien bis hierher nach Sachsen.

Besonders beeindruckt hat uns das imposante Renaissance-Rathaus, das stolz über den Marktplatz wacht und von der einstigen Blütezeit der Stadt erzählt. Es ist faszinierend, wie man hier auf Schritt und Tritt Zeugen der Vergangenheit begegnet – von den Überresten der alten Stadtmauer bis hin zu den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Ein perfekter Ort, um die Beine nach der Autobahnfahrt auszuschütteln und ein wenig „Zeitreise-Luft“ zu schnuppern.


Kunst an jeder Ecke: Die Skulpturen von Pegau

Was uns bei unserem Spaziergang besonders aufgefallen ist: Pegau ist nicht nur historisch, sondern auch erstaunlich künstlerisch. Überall im Stadtbild begegnet man markanten Skulpturen und Steinmetzarbeiten.

Das ist kein Zufall, denn die Stadt hat eine enge Verbindung zum Bildhauer-Handwerk. Besonders bekannt sind die Ergebnisse der regelmäßig stattfindenden Bildhauer-Pleinairs. Künstler aus verschiedenen Regionen kommen hier zusammen, um aus einheimischen Materialien – oft Sandstein oder Porphyr – Kunstwerke zu schaffen, die dann dauerhaft im öffentlichen Raum bleiben.

Besonders charmant: Die Skulpturen thematisieren oft die Stadtgeschichte, Sagengestalten oder das Leben am Fluss. Es fühlt sich fast wie eine kleine Open-Air-Galerie an, während man durch die Gassen Richtung Marktplatz bimmelt. Man merkt einfach, dass die Pegauer stolz auf ihre Verbindung von Tradition und moderner Kunst sind.


Griechischer Genuss und Elster-Idylle

Nach unserem historischen Streifzug knurrte uns ordentlich der Magen. Wir kehrten im Restaurant Syrtaki ein und hatten riesiges Glück: Obwohl der Laden an diesem lauen Sommerabend rammelvoll war, ergatterten wir noch einen Platz im gemütlichen Außenbereich. Wer hier einkehren möchte, sollte definitiv vorab reservieren, denn die Beliebtheit des Restaurants kommt nicht von ungefähr. Das griechische Essen war schlichtweg hervorragend und die Bedienung trotz des Trubels super freundlich – ein echter Geheimtipp in Pegau!

Zähneputzen vor dem Schlafen nicht vergessen.

Millimeterarbeit für perfekten Schlaf

Na, haben wir hier perfekt geparkt oder was? Wer schon mal versucht hat, in Schräglage eine Suppe zu löffeln oder nachts aus dem Bett zu rollen, weiß: Ein gerader Stand ist das A und O. Dank der App „WomoSet“ war das Ausrichten der „Kätter“ kein Ratespiel, sondern reine Präzisionsarbeit. Ein Blick aufs Handy, kurzes Rangieren – und siehe da: Das Fahrzeug steht wie eine Eins!

Müde von den vielen Autobahnkilometern, aber unheimlich dankbar für den bewegungsreichen Spaziergang und den leckeren Griechen, fielen wir schließlich in unsere Betten. Während wir langsam wegdrifteten, hörten wir nur noch das leise, beruhigende Plätschern der Weißen Elster direkt vor unserer Tür. Ein absolut perfekter Abschluss für Tag zwei unserer Reise.


Fazit Pegau: Ein kleiner Schatz auf dem Weg in den Norden

Pegau hat uns wirklich überrascht. Was als bloßer Übernachtungsstopp geplant war, entpuppte sich als kleiner Kultur-Trip mit Wohlfühlfaktor. Die Mischung aus der fast 1000-jährigen Geschichte, dem beeindruckenden Rathaus und den modernen Skulpturen macht die Stadt zu einem idealen Halt für alle, die gerne abseits der großen Touristenpfade unterwegs sind. Wer hier landet, sollte sich den Spaziergang an der Weißen Elster und das exzellente griechische Essen im Syrtaki nicht entgehen lassen – aber denkt an die Reservierung!

Für uns war diese Nacht an der Elster die letzte „ruhige“ Station, bevor wir uns in den Großstadtdschungel stürzen. „Kätter“ steht dank App-Unterstützung schnurgerade und wir sind bereit für das große Ziel. Uns interessiert uns eure Meinung:

Wie plant ihr eure Roadtrips am liebsten? Seid ihr eher Fans von solchen charmanten Zwischenstopps in der Provinz, oder zieht es euch immer direkt auf schnellstem Weg in die großen Metropolen? Verratet uns eure liebsten Kontrast-Programme in den Kommentaren!


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