Nebelgeister und majestätische Schwestern: Mystik im Glencoe

Nach unserem adeligen Ausflug zu den Highland Titles zog es uns mit Kätter an diesem 17. September 2025 tiefer hinein in das legendäre Glencoe. Unser Schottland Roadtrip führte uns über Duror und entlang der Holly Tree Ferry am Loch Linnhe.


Zwischen Mythos und Wirklichkeit: Wo Elfen und Geister wohnen

Schon bei der Einfahrt ins Tal stockte uns der Atem: Die Berge von Glencoe (Three Sisters) waren tief in Nebelwolken gehüllt. Was manch einer als „trübes Wetter“ abtun würde, war für uns ein absoluter Jackpot! Es entstanden irre mystische Bilder, und Karin kam mit dem Fotografieren kaum noch hinterher. Es war wie verhext: Kaum hatte ich ein Motiv im Sucher, riss der Nebel an einer Stelle auf oder das Licht veränderte sich so dramatisch, dass die gesamte Landschaft in Sekunden völlig neu wirkte.


Begegnung mit den Giganten: Die Three Sisters of Glencoe

Majestätisch thronen die „Drei Schwestern“ (The Three Sisters of Glencoe) über dem Tal – drei markante Bergrücken, die im Nebel fast wie Wächter aus einer anderen Welt wirkten. Wir machten Stopps beim verwunschenen Wald von An Torr und am spektakulären Wasserfall Meeting of the Three Waters, wo sich das Wasser tosend seinen Weg bahnt. Unsere Fahrt führte uns bis zum geschichtsträchtigen Kingshouse Hotel, bevor wir schließlich umkehrten und den Rückweg noch einmal in vollen Zügen genossen.

Hat eigentlich jemand Angus gesehen?

Eine freundliche Comic-Illustration eines kleinen, braunen Highland-Rinds mit struppigem Fell und Hörnern. Das Tier rennt freudig einen grünen Grashang hinunter, im Hintergrund ragen neblige Berggipfel unter einem blauen Himmel auf. Über dem Kopf des Rindes steht der Text „mo mo mo“.
Selbst unser zottelige Angus genießt die mystische Aussicht über Glencoe.

Wissenswertes: Im Tal der Tränen

Das Glencoetal gilt als das wohl bekannteste und geschichtsträchtigste Tal Schottlands. Entstanden ist diese dramatische Landschaft vor Jahrmillionen durch gewaltige Vulkanausbrüche und die formende Kraft massiver Gletscher. Die steilen Gipfel, die das Tal einrahmen, gehören zu den „Munros“ – Bergen, die über 3.000 Fuß hoch sind. Traurige Berühmtheit erlangte das Tal durch das Massaker von 1692, das tief in der schottischen Geschichte verwurzelt ist. Heute ist das gesamte Gebiet im Besitz des National Trust for Scotland und steht unter besonderem Naturschutz. Wanderer aus aller Welt schätzen die anspruchsvollen Pfade, wie etwa den Aufstieg zum „Hidden Valley“. Filmfans dürften das Tal ebenfalls wiedererkennen, da es als Kulisse für Blockbuster wie Harry Potter oder James Bonds Skyfall diente. Das wechselhafte Wetter sorgt hier für ein einzigartiges Mikroklima, das die Flora besonders üppig wachsen lässt. Die „Drei Schwestern“, eigentlich Teil des Bidean nam Bian Massivs, sind dabei das meistfotografierte Motiv der Region. Ein Besuch im Glencoe ist nicht nur eine Reise durch die Natur, sondern ein tiefes Eintauchen in die Seele der Highlands.


Mein Fazit zum Glencoe-Tag

Man sagt oft, Schottland braucht den Regen und den Nebel, um sein wahres Gesicht zu zeigen – heute haben wir dieses Gesicht gesehen! Trotz (oder gerade wegen) der dicken Wolken war dieser Tag ein absolutes Highlight unserer Reise. Die Fotos, die ich einfüge, können die Stimmung wohl nur halbwegs so einfangen, wie wir sie erlebt haben.

Kleiner Hinweis für die Kommentare: Wart ihr schon mal im Glencoe? Hattet ihr strahlenden Sonnenschein oder auch diese mystische Nebelstimmung? Erzählt uns doch mal, was euch an diesem Tal am meisten fasziniert hat!


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