Wir starten unseren Camper Roadtrip durch Andorra direkt unterhalb des Passes und steuern als erstes die Hauptstadt Andorra la Vella an. Die Pyrenäen präsentieren sich hier als extrem steiles Gebirge mit tiefen Schluchten, an deren Hängen die vielen Hotels regelrecht angeklebt wirken.

Wir befinden uns mitten im Skigebiet: Unzählige leere Lifte ziehen an uns vorbei, und hier und da glitzern noch die Reste vom Schnee. Tatsächlich herrscht hier bis zum 15. Mai eine strikte Winterreifenpflicht! Wir schreiben mittlerweile den 20. Mai und sind insgeheim froh, dass wir mit der Kätter ganz regelkonform unterwegs sind.
Da die Region extrem touristisch prägt ist, ziehen wir nach einer kurzen Sightseeing-Runde schnell weiter. Für unseren Lebenslauf können wir jedenfalls einen Haken an die To-Do-Liste setzen: Unser Pyrenäen Roadtrip hat uns nach Andorra geführt! Skifahrer, Wanderer und Kletterer kommen hier definitiv voll auf ihre Kosten.
Günstig Tanken im Zwergstaat: Warum Sprit in Andorra billiger ist
Zuvor tanken wir aber noch günstig. Die Spritpreise sind durch die kritische Weltlage einmal mehr in die Höhe geschossen. Dass der Kraftstoff hier deutlich weniger kostet, liegt an der besonderen Steuerstruktur des Zwergstaates, der als Steueroase gilt und auf Mineralölprodukte keine Mehrwertsteuer sowie extrem niedrige Zölle erhebt. Dadurch zieht Andorra seit Jahrzehnten gezielt Tanktouristen aus den benachbarten Ländern Frankreich und Spanien an.


Roadtrip durch Katalonien: 380 Kilometer reine Landstraße
Für uns geht die Reise aber über gemütliche Landstraßen weiter Richtung Spanien – unser großes Ziel ist Katalonien. Fast 380 Kilometer Landstraße stehen heute auf dem Plan. Bei so einer Strecke braucht es zwischendurch einfach eine ordentliche Pause. Für unseren Mittagsstopp im Grünen haben wir uns das historische Castelló de Farfanya bei Lleida herausgesucht.

Geheimtipp für die Camper Pause in Spanien: Das Castelló de Farfanya
Die imposante Ruine des Castelló de Farfanya thront majestätisch auf einem Hügel über dem gleichnamigen Dorf und blickt auf eine bewegte, jahrhundertealte Geschichte zurück. Einst eine strategisch wichtige maurische Festung, wurde sie im 12. Jahrhundert von den christlichen Truppen erobert und später in ein prachtvolles Schloss umgebaut.

Heute faszinieren die weitläufigen Reste der dicken Mauern, der markante Hauptturm und die angrenzende gotische Kirche Santa Maria. Von hier oben bietet sich ein atemberaubender Weitblick über die umliegende katalanische Landschaft. Die Ruine versprüht einen wild-romantischen Charme, der das Vanlife in Spanien so besonders macht und Entdecker wie Geschichtsliebhaber gleichermaßen in seinen Bann zieht.
Picknick im Grünen: Mittagessen an der Font del Portal d’Àger
Direkt an der Font del Portal d’Àger kochen wir uns etwas an diesem absolut idyllischen Ort. Der Platz liegt etwas erhöht über blühenden Obstplantagen und wir sind tatsächlich die einzigen Leute, die hier heute rasten.
Auf den Campingtisch kommt ein richtiges Power-Mittagessen: viel frisches Gemüse, knackiger Ackersalat, Radieschen und (vegane) Würstchen – aber verratet das mit dem veganen bloß nicht Ingo! 😉

Frisch gestärkt möchten wir nach dieser herrlichen Pause ein paar Kilometer hinter uns bringen. Das große Tagesziel heißt Valtierra in der spanischen Region Navarra. Dort wollen wir am nächsten Tag die historischen, direkt in die Felsen gehauenen Höhlenwohnungen besichtigen, die früher als günstige Unterkünfte für Bauern dienten.
Doch bevor wir dort ankommen, wartet in Aragonien noch ein Zwischenstopp auf uns, den wir so schnell nicht vergessen werden… Aber dazu mehr im nächsten Blogbeitrag!
Jetzt bist du dran! Warst du schon mal beim Camper-Roadtrip in Andorra oder hast Katalonien abseits der Autobahnen erkundet? Schreib mir deine liebsten Routen-Tipps unbedingt unten in die Kommentare – ich freue mich auf deinen Bericht! (Und falls du einen Tipp hast, wie ich Ingo die veganen Würstchen beim nächsten Mal noch unauffälliger unterjuble: immer her damit! 😉)


Leave a Reply