Frankreich für Fortgeschrittene: Von Geister-Tankstellen, Piep-Boxen und der Kunst, schief zu schlafen

Wer braucht schon Luxus-Campingplätze, wenn man eine Mehrzweckhalle in Eloise haben kann? Bevor wir uns auf die abenteuerliche Tankstellensuche in Frankreich begaben, haben wir dort super ruhig geschlafen! Am nächsten Morgen hieß es dann: „Bonjour Autobahn!“ Rund 120 Kilometer ging es Richtung Lyon.

Um das Ganze abzukürzen, haben wir an der Mautstation unsere Geheimwaffe gezückt – die Bip&Go-Box an der Windschutzscheibe. Kurzes „Piep“, Schranke hoch, und das Beste daran? In ein paar Wochen flattert die Rechnung direkt auf Ingos Handy. Geteilte Freude ist schließlich die schönste Freude!


Kaum von der Autobahn runter, wurde es abenteuerlich: Der Tank war leer. Eigentlich ist Frankreich in Sachen Infrastruktur ja super aufgestellt, aber Google Maps hatte heute wohl einen Clown gefrühstückt. Die ersten drei angepeilten Tankstellen waren entweder spurlos verschwunden oder glichen einer verlassenen Postapokalypse-Ruine. Erst Versuch Nummer vier war ein Treffer – geöffnet, modern und mit stolzen 2,12 € pro Liter Diesel auch ein echtes Luxus-Erlebnis für den Geldbeutel!

Karin und Ingo sitzen angeschnallt und gut gelaunt bei der Tankstellensuche Frankreich im Cockpit ihres Kastenwagens während eines Roadtrips durch Frankreich.
Erleichtertes Aufatmen und beste Stimmung bei Karin und Ingo nach der erfolgreichen Tankstellensuche – die Fahrt Richtung Bilbao kann weitergehen!

Roadtrip-Idylle (und französische „HubBel“) in den Rhône-Alpes

Nachdem der Durst von unserer Kätter gestillt war, hieß es endgültig: Tschüss Autobahn, hallo Landstraßen-Idylle! Unsere Route führte uns tiefer in die wunderschöne Region Rhône-Alpes, die uns sofort mit ihren sanften Tälern und weiten Ausblicken verzauberte. Allerdings lernten wir schnell die lokalen Spezialitäten kennen: die berüchtigten französischen „Hubbel“ (Bremsschwellen), über die man besser nicht drüberheizt, wenn man sein Geschirr behalten will! Die kurvigen Straßen schlängelten sich vorbei an urigen Steindörfern und boten hinter jeder Biegung das perfekte Fotomotiv. Schließlich arbeiteten wir uns immer weiter durch die raue, grüne Berglandschaft vor, bis wir die malerische Abgeschiedenheit der Margeride erreichten.


WTF? Schloss Sigmaringen?

Alte, rustikale Steinhäuser und eine historische Burganlage mit Rundturm an einem grünen Hang in Frankreich.

Wir haben die KI zu diesen Steinhäusern befragt. Die schlaue Technik meinte klar: Schloss Sigmaringen… jaja.

Saint-Ilpize ist eine malerische französische Gemeinde mit rund 200 Einwohnern im Département Haute-Loire (Region Auvergne-Rhône-Alpes).


Das schiefe Finale in Chanaleilles

Unser Tagesziel nach insgesamt 277 km wurde Chanaleilles – ein winziger, beschaulicher Ort mit einem kostenlosen Stellplatz. Einziger Haken: Der Platz war so charmant schief, dass wir ohne Auffahrkeile das Gefühl hatten, mitten in einer alpinen Steilwand zu übernachten. Notiz an uns selbst: Keile wären heute goldwert gewesen!

Zum krönenden Abschluss eines ereignisreichen Tages gab es dann unseren absoluten Roadtrip-Klassiker: Buchstabensuppe. Nach so viel Schaukeln auf Frankreichs Straßen schmeckt das Buchstabensalat-Raten im Bett eben immer noch am besten.


Wie sieht es bei euch aus? Hattet ihr auch schon mal ein „Blind Date“ mit einer Tankstelle, die sich als Ruine entpuppt hat, oder seid ihr eher Team „Alles akribisch vorgeplant“? Und verratet uns: Was ist euer absoluter Roadtrip-Klassiker im Kochtopf, wenn es mal schnell gehen muss?

Wir freuen uns riesig auf eure Geschichten und Tipps in den Kommentaren! 👇


4 responses to “Frankreich für Fortgeschrittene: Von Geister-Tankstellen und schiefen Betten”

  1. Marion Hofmockel avatar
    Marion Hofmockel

    Gulaschsuppe aus der Dose.😌🎂

    1. admin avatar

      Am besten selbstgemacht, das Gulasch 🙂
      Das wäre auch eine Option.
      Bei uns gibt es mit der Buchstabensuppe internationale Küche. Die davor war „Oberschwäbisch“ 🙂

  2. Marie-Claire avatar
    Marie-Claire

    Lustig!Ich habe schon fast alles erlebt.
    Mit Humor geht alles.
    In den 70ern Jahren sogar vor einer Tankstelle in der Pampa im Auto 2 Stunden geschlafen bis der Tankwart auf gemacht hat!!!!!!

    1. admin avatar

      Jessis, ja! Zwei Stunden vor der Tankstelle ratzen – das ist echter 70er-Jahre-Kult. 😂 Aber genau so war das: Man hat sich einfach zu helfen gewusst!

      Bei mir ist es zwar erst gut 30 Jahre her, aber ich musste gerade sofort an meine hellblaue Ente denken. Beim Umzug meiner Freundin haben wir das Verdeck aufgerissen und das Auto zum Cabrio umfunktioniert. Die Yucca-Palme guckte oben meterweit raus – das sah aus wie ein fahrender Urwald. Unvergessen! haha Schön, dass Humor einen damals wie heute rettet 🙂

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