Unterflur-Gastank im Wohnmobil nachrüsten: Mehr Platz & maximale Freiheit

Wer mit dem Kastenwagen oder Wohnmobil unterwegs ist, kennt das Problem: Der Gaskasten frisst wertvollen Stauraum, und das ständige Schleppen und Tauschen von schweren Gasflaschen – besonders im Ausland – kann ganz schön nerven.

Vergangenes Jahr hatten wir uns bereits vor dem Trip nach Schottland oft gefragt: Reicht uns das Gas über ganze drei Wochen hinweg? Können wir verschwenderisch sein und trotzdem noch ein Brot im Omnia backen? Geht es, dass wir die Gasheizung nachts eingeschaltet lassen – oder sollen wir besser etwas frieren? Wo könnte man in Schottland deutsch Gasflaschen füllen lassen?

Aber der Trip nach Schottland ging gut aus.

Uns erwischte es dafür in der Silvesternacht „eiskalt“. Wir nahmen es mit Humor. Die ganze Story dazu könnt ihr hier nachlesen: /Kätter im Kälteschock: Unser (un)freiwilliges Frost-Experiment

Trotzdem, hier musste eine Veränderung her. Zuerst kauften wir einen Gasfüllstandsmesser von Truma. Half der?


Von der CMT-Idee zur perfekten Lösung für Kätter

Beim Rundgang auf der CMT im Januar in Stuttgart lernten wir Sven Busse von Breisgau Wohnmobile / AST-Systems kennen. Hatte er die Lösung für uns? Ein Unterflur-Gastank! Wir haben den Umbau gewagt und zeigen euch, warum sich der Wechsel lohnt, wie der Einbau abläuft und wie viel Platz ihr dadurch wirklich gewinnt.

Sicherlich: Die Kosten sind nicht ohne – für das Geld könnte man verdammt viele Gasflaschen kaufen. Aber der ständige Stress mit dem Befüllen oder Tauschen unterwegs ist endlich weg, und das war es uns, Ingo und Karin, absolut wert.


Warum ein Unterflur-Gastank? Die wichtigsten Vorteile

Der Wechsel von klassischen Gasflaschen zu einem fest verbauten Tank unter dem Fahrzeug bringt gleich mehrere handfeste Vorteile mit sich:

  • Wertvoller Platzgewinn: Der bisherige Gaskasten wird komplett frei und lässt sich ideal als zusätzlicher Stauraum für Auffahrkeile, Kabel, Werkzeug oder Zubehör nutzen.
  • Tanken statt Tauschen: Statt mühsam nach passenden Tauschflaschen zu suchen, tanken wir LPG (Autogas) einfach an fast jeder Tankstelle – europaweit, unkompliziert und direkt an der Zapfsäule.
  • Schluss mit Schwerheben: Das mühsame Ausbauen, Tragen und Hantieren mit schweren 11-kg-Gasflaschen gehört endgültig der Vergangenheit an.
  • Besserer Schwerpunkt: Da der schwere Tank tief unter dem Fahrzeugboden montiert ist, verbessert sich sogar die Gewichtsverteilung und die Straßenlage beim Fahren.

Was man vor dem Kauf bedenken sollte (Die ehrlich betrachteten Nachteile)

Wo viel Licht ist, gibt es auch ein paar Punkte, die man vor der Entscheidung kennen sollte:

  • Investition: Die Anschaffungs- und Einbaukosten liegen deutlich über dem Kauf von Tauschflaschen. Für uns hat sich die Investition durch den enormen Komfortgewinn dennoch gelohnt.
  • Bodenfreiheit: Je nach Fahrzeug ragt der Tank etwas nach unten heraus. Auf extremen Offroad-Pisten sollte man das im Hinterkopf behalten.
  • LPG-Mischung im Winter: Da an Tankstellen Propan und Butan gemischt werden, sollte man im tiefsten Winter darauf achten, ein LPG-Gemisch mit möglichst hohem Propan-Anteil zu tanken, da Butan bei Minustemperaturen nicht mehr verdampft.
  • Adapterset: Im europäischen Ausland braucht man je nach Land unterschiedliche Betankungsadapter (Dish, ACME, Bayonet, Euronozzle), die man aber einfach im Set mitführen kann.

Video: Der Einbau im Detail

Viel Neugier & Spaß


Unser Fazit

Der Umstieg auf den Unterflur-Gastank ist für uns ein riesiges Plus an Komfort, Ordnung und echter Autarkie. Wer entspannt reisen und den Platz im Camper optimal nutzen möchte, gewinnt nicht nur Raum, sondern vor allem ein Stück unbeschwerte Freiheit auf vier Rädern.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert